Tauben
 

Praktische Anwendung von Feng-Shui und Vastu

Feng Shui (übersetzt eigentlich: Wind und Wasser) ist eine Lehre, die Räume in Harmonie mit ihrer Umgebung zu bringen versucht. Ursprünglich handelte es sich beim Feng Shui um Geomantie. Nach der traditionellen Deutung soll man mit Feng Shui "die Geister der Luft und des Wassers geneigt machen" können.

Die Umwelt ist gemäß Feng Shui ein Netzwerk von Orten, das einen großen Komplex von körperlichen, emotionalen, intellektuellen und spirituellen Interaktionen unterstützt. Das Land ist lebendig und angefüllt mit Energie. Feng Shui ist eine alte taoistische Vision und Naturerfahrung; die Idee, dass das Land gefüllt ist mit Energie, Leben und Kraft. Alles, was wir wahrnehmen, ist ein Spektrum der Vitalität. Es geht dabei um die Erhaltung der empfindlichen Balance der Natur. Architektonische Formen und Farbgestaltung haben einen großen Einfluss auf die Befindlichkeit und das Sozialverhalten vom Menschen, ja ganzen Völkern.

Der Begriff Vastu dagegen hat seinen Ursprung in der Sanskritsprache und bedeutet Natur, Umgebung oder Umwelt. Der Kontext dieses Architekturkonzeptes sind die 5.000 Jahre alten Vedischen Schriften. Vastu bezieht sich auf alle Arten von Gebäuden, also nicht nur auf Tempel, sondern auch auf Wohnhäuser, Dörfer und sogar auf Landschaften und Städte. Ähnlich wie beim Feng Shui geht es auch bei Vastu um ganzheitliches Wohnen. Ziel ist es, ein Leben im Einklang mit der uns umgebenden Umwelt und Natur zu erreichen, um so die Lebens- und Wohnqualität zu steigern. In privaten Räumen eingesetzt, kann Vastu Gesundheit und Wohlbefinden steigern, werden Energieblockaden beseitigt. Es kann sich sogar die berufliche Perspektive verbessern. In Indien werden bereits seit Jahrtausenden Häuser, Tempel und ganze Städte nach dem Vastu-Prinzip gebaut.

Die Prinzipien von Vastu gelten unabhängig vom Zeitalter, dem Klima und der Kultur, also auf dem gesamten Erdball. Der Einfluß von Vastu reichte weit über die Grenzen Indiens hinaus. Im Laufe seiner langen Geschichte hat Vastu die Architektur des gesamten südostasiatischen Raumes entscheidend geprägt.

Die fernöstlichen Kulturen wie China und Indien haben sich ihr traditionelles Wissen erhalten und arbeiten in vieler Hinsicht noch heute damit. Alle antiken Hochkulturen verband ein einheitliches Wissen um das Leben und Wohnen im Einklang mit der Natur. Worauf hätten sich die frühen Baumeister auch stützen sollen, wenn nicht auf ihre Intuition und auf das, was sie von der Natur wußten? Ein Wissen, das sie durch intensive Beobachtung natürlicher Gesetzmäßigkeiten und Phänomene erwarben.

In unseren Breitengraden ist dieser sensible Umgang mit Natur und Traditionen leider fast vollständig verloren gegangen, allerdings ist man momentan gerade dabei, es wieder zu entdecken bzw. „auszugraben“.

Grundlegende Annahme der Vastu-Lehre ist, dass auf unserer Erde verschiedene Energien einwirken, etwa die Strahlen der Sonne, des Mondes und der Planeten. Aufgrund ihrer Kugelform kann die Erde mit einem lebenden Organismus verglichen werden, der Energien einsammelt. Auch magnetische, bio-elektrische und thermische Energiefelder werden angenommen. Eine besondere Rolle spielt die sogenannte Tachyonenergie, eine kosmische Urenergie, aus der das ganze Universum hervorgeht. Sie existiert in einem formlosen Zustand, der auch als Nullpunkt-Energie, freie Energie oder Prana bezeichnet wird.

Wir verbringen 90 Prozent unseres Lebens in Innenräumen. Und trotzdem vergessen wir den grossen Einfluss der uns umschliessenden „vier Wände“. Es gibt Häuser, in denen man sich rundum wohl fühlt und einem einfach alles gelingt. In anderen Gebäuden sind Menschen ständig krank und erleiden einen Rückschlag nach dem anderen. Mit Vastu und Feng Shui überlassen wir die Qualität unseres Wohn- und Arbeitsraumes nicht dem Zufall.

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